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Neues zum Verkehrsrecht 2009


Für alle Drängler, Raser und andere Verkehrssünder, die häufig schwere Verkehrsunfälle verursachen, wird es ab 1. Februar 2009, spürbar teurer. Dann trifft der neue Bußgeldkatalog in Kraft.

Auch der Führerscheintourismus wird unterbunden. Wenn jemandem in Deutschland der Führerschein entzogen wurde, kann er ab dem 19. Januar keinen neuen mehr im Ausland erwerben. Offen ist noch ob der sogenannte Knöllchenbeschluss der EU wie geplant umgesetzt wird. Erst dann können Bußgelder aus allen EU-Ländern in Deutschland vollstreckt werden.


(Punkte und Fahrverbote unverändert)

Neues zum Verkehrsrecht 2005

Im Lauf des Jahres treten Neuerungen in Kraft. Die genauen Termine werden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ergänzt.


Kleintransporter
Für Kfz zur Güterbeförderung über 3,5t Gewicht gilt künftig
max. Tempo 80.

Winterreifen
Auf schneebedeckter Straße darf nur noch mit geeigneter Ausrüstung (Winter- und Ganzjahresreifen) gefahren werden. Wer nur Sommerpneus hat, muss das Auto stehen lassen. Verstöße werden mit 20 €, bei Behinderung mit 40 € geahndet.

S-Klasse
Mit dem neuen Führerschein "S", kommt am 1. Februar auch die Helmpflicht für Fahrer und Beifahrer von Quads und Trikes.Zur Erläuterung F.-Sch. Kl. S ab dem vollendeten 16 Lebensjahr ab Februar für dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge (Miniautos und Quads) bis 50 ccm Hubraum bzw. 4 kW, Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h, Leergewicht max. 350 kg (ohne Batterie bei E-Autos).

Inlineskater
Sie gelten jetzt rechtlich als Fußgänger mit besonderen Fortbewegungsmitteln. Bei Rücksichtslosigkeit oder Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer werden 10-20 € Bußgeld fällig. Ein neues Zusatzschild "Inlineskater frei" kann das Rollern auf Radwegen oder Straßen erlauben.

Haltverbot
Auf den Schutzstreifen für Radfahrer dürfen keine Autos abgestellt werden.

Drängler
Sie werden härter bestraft: 1 Monat Fahrverbot und mind. 100 € drohen bei weniger Abstand als 3/10 des halben Tachowertes - z.B. unter 15m bei 100 km/h.Bei weniger als 1/10 sind es 3 Monate Fahrverbot und bis zu 250 €.

Brummis
Lkw-Fahrer riskieren beim Verstoß gegen das Sonntagsfahrverbot
200 € (bisher 40). Darunter fallen auch Gespanne, bei denen das Zugfahrzeug für den Gütertransport bestimmt ist, also z.B. ein Pickup
mit Pferdeanhänger oder Wohnwagen.

Bahnübergang
Missachtet ein Autofahrer trotz rotem Blinklicht und sich senkender Schranke die Wartepflicht, gilt dies als grober Verstoß: 150 € und 1 Monat Fahrverbot.Richtig teuer wird das Umfahren oder Umgehen von Schranken oder Halbschranken: 450 € u.3 Monate Fahrverbot für Kraftfahrer (bisher 50 €), 225 € für Fußgänger (bisher 5 €) und Radler (bisher 10 €).

Fahrräder
Hier ist künftig ein batteriebetriebenes Rücklicht (Standlicht) erlaubt.

Kuhfänger
Im Laufe des Jahres sollen starre Frontschutzbügel für Geländewagen für den Handel endgültig verboten werden.

Fahrtenschreiber
Neue Lkw und Busse mit mehr als neun Sitzen müssen ab Augustmit digitalen Aufzeichnern ausgestattet werden.

Punkte
Einträge in Flensburg wird man ab 1. März schwerer los.Kommt es in der Tilgungsfrist zu einem neuen Verstoß, verhindertdas in der Regel die Löschung von Punkten. Denn künftig ist der "Tattag" der neuen Sünde entscheidend, bisher galt die Rechtskraft des Bußgeldbescheides.

Neues aus dem Ausland
In Österreich gilt ab 1. Mai die Warnwestenpflicht.

In der Schweiz wird ab 1.1. die Promillegrenze von 0,8 auf 0,5 gesenkt.

In Portugal gilt die Warnwestenpflicht und Bußgelder werden drastisch erhöht.

In Rumänien gilt ab 1.1. für das gesamte Straßennetz eine Vignettenpflicht.

In Bulgarien besteht eine Vignettenpflicht für Autobahnen und Fernstraßen.

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Alkohol und seine Folgen

  1. Das Wahrnehmungsvermögen für bewegliche Lichtquellen verschlechtert sich bereits ab 0,2 Promille.
  2. Gegenstände erscheinen bereits ab 0,3 Promille weiter entfernt als sie es tatsächlich sind.
    Die Folgen: zu geringer Sicherheitsabstand, zu hohe Geschwindigkeit, verspätete Reaktion.
  3. Die Rotlichtschwäche tritt ab 0,5 Promille auf. Warnsignale werden dann nicht oder verspätet aufgenommen.
  4. Mit 0,8 Promille bremsen Sie etwa eine Sekunde später als nüchtern. Bei 50 km/h verlängert sich Ihr Anhalteweg dann bereits um 14 m.
  5. Nach § 316 Strafgesetzbuch können Sie bei Anzeichen von Fahrunsicherheit (z. B. Schlangenlinien) bereits ab 0,3 Promille den Führerschein verlieren oder anderweitig empfindlich bestraft werden.
  6. Denken Sie darüber nach, wann Sie nach Alkoholgenuss wieder fahrtüchtig sind. Auch ein gesunder Körper baut pro Stunde nur etwa 0,15 Promille ab.
    Dieses entspricht etwa einem Glas Bier 0,2 l.
  7. Ab 0,8 Promille kommt es zum sogenannten Tunnelblick. Das heißt: Ihr Gesichtsfeld ist links und rechts stark eingeschränkt. Das Risiko einen tödlichen Unfall zu erleiden, ist viermal so hoch, bei 1,6 Promille sogar 35mal so hoch wie in nüchternem Zustand.
  8. Reichliches Essen verringert auch nicht den Promillewert.
    Es wird nur die Aufnahmegeschwindigkeit des Alkohols ins Blut geringfügig vermindert.
  9. Durch Kaffee, bestimmte Fruchtsäfte oder Medikamente lässt sich der Promillewert nicht senken. Nur die Zeit ist für den Abbau des Alkohols im Körper entscheidend.
  10. Kaskoschäden werden nicht reguliert, wenn der Versicherte einen Unfall vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit (Alkoholisierung) herbeigeführt hat. Ab 1,1 Promille (absolute Fahruntüchtigkeit) ist dies immer der Fall.
  11. Auch bei einem Arbeitsunfall gibt es keine Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn die Alkoholisierung die rechtlich allein wesentliche Ursache für den Arbeits- oder Wegeunfall war.

Rechtliche Folgen sind dem Bußgeldkatalog zu entnehmen.

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Gefahren in Herbst und Winter

Nieselregen und dicker Nebel sind untrügliche Zeichen. Feuchtes Herbstlaub verwandelt Kurven in gefährliche Rutschbahnen. Nicht zu unterschätzen sind Fahrten bei Nebel. Nach wie vor rasen Autofahrer in unerwartete Nebelwände. Massenkarambolagen zeigen, dass viele noch nicht gelernt haben, sich auf die typischen Herbstgefahren einzustellen. Zu wenig Abstand, zu hohe Geschwindigkeit fordern ihre Opfer.
Ein Auto erscheint im Dunst weiter entfernt, als es ist. Deshalb muss bei Nebel der Sicherheitsabstand deutlich vergrößert werden.
Als Faustregel gilt: Abstand = Geschwindigkeit in Metern - also bei Tempo 50 mindestens 50 Meter Abstand halten (das entspricht dem Abstand zwischen den Leitpfosten an Autobahnen und Landstraßen).
Die meisten Karambolagen bei Nebel entstehen durch zu schnelles Fahren. Dabei ist es ganz einfach, die richtige Geschwindigkeit einzuhalten: Sicht in Metern = ungefähre Geschwindigkeit in km/h; d.h., bei 40m Sicht nicht schneller als Tempo 40 fahren.
Schalten Sie frühzeitig Ihr Abblendlicht ein. Nebelschlussleuchten dürfen erst bei Sichtweiten unter 50m eingeschaltet werden, da sonst der nachfolgende Verkehr geblendet wird.
Seitenwind, Graupelschauer, gefrierende Nässe und Aquaplaning sind weitere Gefahren. Bei Nässe sollten Sie grundsätzlich langsamer fahren. Schon ab 80 km/h besteht Aquaplaning-Gefahr: Die Reifen schwimmen auf und haben plötzlich zur Fahrbahn keinen Kontakt mehr. In diesem Fall die Lenkung geradehalten, auskuppeln, nicht bremsen und warten, bis die Räder wieder greifen. Auch der Abstand zum Vordermann sollte bei Nässe größer sein als sonst. Bei Überholmanövern muss der Scheibenwischer höher gestellt werden, da Sie mit zusätzlicher Spritznässe rechnen müssen. Auch am Tage bei Regen das Abblendlicht einschalten.

Dunkelmänner leben gefährlich
Viele Fußgänger und Radfahrer überschätzen in der Dunkelheit ihre Sichtbarkeit. Dadurch gefährden sie nicht nur sich selbst. Ca. 60 Prozent aller Fußgängerunfälle geschehen im Dunkeln. Nicht selten wurden die Unfallopfer von Fahrzeugen erfasst, während sie sich in Kurven außerhalb des Scheinwerferkegels bewegten.
Im Dämmerlicht werden Fußgänger in dunkler Kleidung erst aus 25m Entfernung von Autofahrern erkannt. Der Anhalteweg kann bei 50 km/h schon bis 40m betragen.
Mit heller Kleidung können Kraftfahrer Fußgänger schon aus einem Abstand von 80m erkennen.
Reflektoren steigern den Effekt auf 150 m. Leuchtende Umhänge und Schirme machen Fußgänger sicherer. Wenig Aufwand, der Leben retten kann.
.
Sicher durch Beleuchtungsscheck
Rechtzeitig zum Herbst gehört die Beleuchtungsanlage auf den Prüfstand. Nicht nur Autos mit alten und daher gelbstichigen Scheinwerfern sind unterwegs, sondern auch viele "Einäugige" und Fahrzeuge mit falsch eingestellten Scheinwerfern. Auch Radfahrer sollten ihre Lichtanlage durchsehen oder vom Fachmann überprüfen lassen.



Winterreifenpflicht ab dem 04.12.2010

Es müssen nach dem Gesetz bei Glatteis, Schneeglätte,Schneematsch, Eis- und Reifglätte Winterreifen aufgezogen sein. Als Winterreifen gelten alle M+S-Reifen. Auch Ganzjahresreifen fallen darunter. Sie sind mit einem M+S-Symbol gekennzeichnet, teilweise auch in Verbindung mit dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke (Alpine-Symbol). Schwere Nutzfahrzeuge (Busse und Lkw der Fahrzeugklassen M2, M3, N2 u. N3) müssen auf den Antriebsachsen Winterreifen aufziehen. Die Regelsätze bei Verstößen werden verdoppelt.
Das Fahren ohne Winterreifen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte kostet 40, statt bisher 20 €. Bei einer Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer fallen 80, statt bisher 40 € an. Damit ist auch ein Eintrag mit einem Punkt im Verkehrszentralregister verbunden.
Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm, jedoch wird von Fachleuten geraten 4 mm nicht zu unterschreiten. Spätestens nach 6 Jahren liefern Winterreifen auch nicht mehr ihre volle Leistung, weil sich das Gummigemisch verhärtet. Beim Aufziehen der Winterreifen alle 4 Räder bestücken. Von Winter zu Winter empfiehlt es sich, die Reifen achsweise auszutauschen, damit sie gleichmäßig abgefahren werden.

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Kinder im Auto – immer mit Kindersitz!

Für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, gilt eine generelle Sicherungspflicht (§ 21, Abs. 1a StVO).

Ungesichert fliegt ein Kind mit dem Gewicht von zwei Erwachsenen durch den Innenraum.

Beim Aufprall eines Autos werden gewaltige Kräfte frei, die der ungesicherte Erwachsene nicht und erst recht nicht ein Kind auffangen kann. Ein nicht gesichertes nur 4000 g schweres Baby würde bei einem Frontalaufprall mit 50 km/h mit dem Gewicht von etwa 120 kg im Inneren des Autos aufschlagen. Ist das Kind 20 kg schwer, erhöht sich das Aufschlag- Gewicht auf rund ½ Tonne.

Kindersitze müssen amtlich genehmigt sein. Sie müssen ein ECE-Bezeichnung haben, die als Aufnäher oder Aufdruck an dem Sitz angebracht ist. Diese Norm wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert.

Zur Zeit gilt die Norm ECE 44-04;Sitze nach 44-03 sind ebenfalls noch zugelassen;

Seit April 2008 dürfen Sitze nach ECE 44-02 und 44-01 nicht mehr benutzt werden.

Zu den wesentlichen Aspekten der Kindersicherheit im Auto gehört nicht nur der optimale Schutz bei Frontalkollisionen sondern auch beim Seitenaufprall. Daher sollen auch die großen Kinder bis zu einer Körpergröße von 150cm mit vollwertigen Kindersitzen, die über eine Rückenlehne und Kopfstützen verfügen, gesichert werden.

Von der Verwendung einfacher Sitzerhöher und ähnlichen. Produkten ohne Rückenlehne und Kopfstütze ist abzuraten.

Welcher Kindersitz der richtige ist, hängt von Gewicht, Alter und Körpergröße des Kindes ab.





1
eigene Befestigungsgurte
2
nur auf Sitzplätzen mit Dreipunktgurt
3
auf Plätzen mit Dreipunkt- o. Beckengurt und Zusatzgurt/Abstützung
4
zum Teil auch auf Sitzplätzen mit Beckengurt
5
auch auf Sitzplätzen mit Beckengurt; frühestens ab einer Körpergröße von 110 cm verwenden

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Haltestellen

Wenn Linienomnibusse oder gekennzeichnete Schulbusse eine Haltestelle anfahren und dabei Warnblinklicht eingeschaltet haben, dürfen sie nicht mehr überholt werden.

Wenn diese Busse an der Haltestelle halten und Warnblinklicht eingeschaltet haben, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und nur mit einem solchen Abstand vorbeigefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist. Diese Schrittgeschwindigkeit (4-7 km/h) gilt auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn - und für alle, also auch für Radfahrer.

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Grünpfeil-Regelung

  (§ 37, Abs.2 StVO)

Rot an der Ampel ordnet an:
"Halt vor der Kreuzung"
(Haltlinie der Lichtzeichenanlage)
  Nach dem Anhalten ist das Abbiegen nach rechts auch bei Rot erlaubt, wenn rechts neben dem Lichtzeichen Rot ein Schild mit grünem Pfeil auf schwarzem Grund (Grünpfeil) angebracht ist.
Der Fahrzeugführer darf nur aus dem rechten Fahrstreifen abbiegen.
Er muss sich dabei so verhalten, dass eine Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere des Fußgänger- und Fahrzeugverkehrs der freigegebenen Verkehrsrichtung, ausgeschlossen ist.

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Straßenverkehrsrecht

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  Auszug aus dem aktuellen Verwarnungs- und Bußgeldkatalog
Stand 2009

 
Zuwiderhandlung / Tatbestand Regelsatz
(EUR)
Punkte Fahrverbot
 
Geschwindigkeitsüberschreitung
(Kfz. bis 3,5 t = Pkw u. Kräder)
       
         
innerhalb geschlossener Ortschaften        
         
bis 10 km/h 15      
von 11-15 km/h 25      
von 16-20 km/h 35      
von 21-25 km/h 80   1  
von 26-30 km/h * 100   3  
von 31-40 km/h 160   3 1 Mon.
von 41-50 km/h 200   4 1 Mon.
von 51-60 km/h 280   4 2 Mon.
von 61-70 km/h 480   4 3 Mon.
über 70 km/h 680   4 3 Mon.
         
außerhalb geschlossener Ortschaften        
         
bis 10 km/h 10      
von 11-15 km/h 20      
von 16-20 km/h 30      
von 21-25 km/h 70   1  
von 26-30 km/h * 80   3  
von 31-40 km/h 120   3  
von 41-50 km/h 160   3 1 Mon.
von 51-60 km/h 240   4 1 Mon.
von 61-70 km/h 440   4 2 Mon.
über 70 km/h 600   4 3 Mon.
 
 
*) Ein Monat Fahrverbot, wenn binnen eines Jahres erneut die Geschwindigkeit um mehr als 25 km/h überschritten wurde.
 
 
Zuwiderhandlung / Tatbestand Regelsatz
(EUR)
Punkte Fahrverbot
 
Ungenügender Sicherheitsabstand        
         
Bei mehr als 80 km/h Abstand weniger als        
         
5/10 des halben Tachowertes 75   1  
4/10 des halben Tachowertes 100   2  
3/10 des halben Tachowertes 160   3 1 Mon. *
2/10 des halben Tachowertes 240   4 2 Mon. *
1/10 des halben Tachowertes 320   4 3 Mon. *
         
*) Soweit die Geschwindigkeit mehr als 100km/h beträgt!        
         
Bei mehr als 130 km/h Abstand weniger als        
         
5/10 des halben Tachowertes 100   2  
4/10 des halben Tachowertes 180   3  
3/10 des halben Tachowertes 240   4 1 Mon.  
2/10 des halben Tachowertes 320   4 2 Mon.  
1/10 des halben Tachowertes 400   4 3 Mon.  
         
 
Zuwiderhandlung / Tatbestand Regelsatz
(EUR)
Punkte Fahrverbot
 
Vorfahrt        
         
Vorfahrt nicht beachtet und dadurch einen Vorfahrtsberechtigten gefährdet 100   3  
Beim Einfahren in eine Autobahn oder Kraftfahrstr. die Vorfahrt auf der durchgehendenFahrbahn nicht beachtet 75   3  
Stopschild nicht beachtet und dadurch einen anderen gefährdet 50   3  
         
 
Zuwiderhandlung / Tatbestand Regelsatz
(EUR)
Punkte Fahrverbot
 
Überholen        
         
Überholen unter Nichtbeachtung von Verkehrszeichen 70   1  
Zum Überholen ausgeschert und dadurch nachfolgenden Verkehr gefährdet 80   2  
außerorts rechts überholt 100   3  
Überholen trotz unklarer Verkehrslage 100   3  
und dabei        
Verkehrszeichen (Überholverbote) missachtet 150   4  
mit Gefährdu 250   4 1 Mon.
mit Sachbeschädigung 300   4 1 Mon.
         
 
Zuwiderhandlung / Tatbestand Regelsatz
(EUR)
Punkte Fahrverbot
 
Rotlichtverstöße        
         
Rotes Ampellicht oder rotes Dauerlichtzeichen als Fahrzeugführer nicht befolgt 90   3  
mit Gefährdung 200   4 1 Mon.
mit Sachbeschädigung 240   4 1 Mon.
bei schon länger als 1 Sekunde Rotphase 200   4 1 Mon.
mit Gefährdung 320   4 1 Mon.
mit Sachbeschädigung 360   4 1 Mon.
         
 
Zuwiderhandlung / Tatbestand Regelsatz
(EUR)
Punkte Fahrverbot
 
Öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse        
         
Busspur verbotswidrig benutzt 15      
Missachtung des Überholens von Bussen mit eingeschalteter Warnblinkanlage beim Anfahren der Haltestelle 40   1  
Missachtung der Schrittgeschwindigkeit bei Vorbeifahrt an Bussen mit Warnblinklicht        
bis 10 km/h 15      
von 11-15 km/h 25      
von 16-20 km/h 35      
von 21-25 km/h 80   1  
von 26-30 km/h 100   3  
von 31-40 km/h 160   3 1 Mon.
von 41-50 km/h 200   4 1 Mon.
von 51-60 km/h 280   4 2 Mon.
von 61-70 km/h 480   4 3 Mon.
über 70 km/h 360   4 3 Mon.
         
 
Zuwiderhandlung / Tatbestand Regelsatz
(EUR)
Punkte Fahrverbot
 
Fußgänger        
         
Wer an Fußgängerberwegen nicht mit mäßiger Geschwindigkeit fährt, einem Fußgänger das Überqueren nicht ermöglicht oder überholt 80   4  
Fußgänger im "Verkehrsberuhigten Bereich" gefährdet 40   1  
Abbiegen ohne besondere Rücksicht auf Fußgänger mit Gefährdung 70   2  
         
 
Zuwiderhandlung / Tatbestand Regelsatz
(EUR)
Punkte Fahrverbot
 
Sicherheitsgurte / Kindersitze        
         
Sicherheitsgurt nicht angelegt 30      
Reboard-Kindersitz auf Beifahrerplatz bei betriebsbereitem Airbag 30      
Vorgeschriebenen Kindersitz nicht verwendet 40   1  
Mitnahme mehrerer Kinder ohne Verwendung von Rückhaltesystemen 50   1  
         
 
Zuwiderhandlung / Tatbestand Regelsatz
(EUR)
Punkte Fahrverbot
  Alkohol
   
  Fahren ab 0,5 Promille Blutalkohol oder Atemalkoholkonzentration von 0,25 mg/l
 
         
1. Verstoß 500   4 1 Mon.
2. Verstoß 1000   4 3 Mon.
3. Verstoß 1500   4 3 Mon.
   
  In besonders gelagerten Einzelfällen sind höhere Geldbußen möglich.
   
  Bei einem Unfall oder Fahrfehler (z.B. Schlangenlinien) ist schon ab 0,3 Promille Blutalkohol eine Verurteilung nach § 316 StGB (Straftat) mit Fahrerlaubnisentzug möglich, da eine "relative Fahruntüchtigkeit" vorliegt.
   
 
Ab 1,1 Promille Blutalkohol erfolgt stets eine strafrechtliche Verurteilung, da eine "absolute Fahruntüchtigkeit" vorliegt. Geldstrafe oder Freiheitstrafe   7 Entzug der Fahrerlaubnis bis 5 Jahre oder auf Dauer.
Alkohol – Nichtbeachtung 0 Promille für Fahranfänger in der Probezeit bis zum 21. Lebensjahr 250   2  
         
   
  Drogen
   
  Ebenso handelt ordnungswidrig, wer unter der Wirkung eines der unten genannten berauschenden Mittel im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt. Eine solche Wirkung liegt vor, wenn eine der genannten Substanzen im Blut nachgewiesen wird. Ordnungswidrig handelt auch, wer diese Tat fahrlässig begeht
Die Ordnungswidrigkeit wird mit Regelsätzen wie Fahren unter Alkoholeinwirkung geahndet. Sie kann bei mehrfacher Wiederholung bis zu 1500,- € betragen und ist stets mit einem Fahrverbot verbunden.
   
 
Liste der berauschenden Mittel und Substanzen
 
Berauschende Mittel Substanzen
 
Cannabis Tetrahydrocannabinol (THC)
Heroin Morphin
Morphin Morphin
Kokain Benzoylecgonin
Amphetamin Amphetamin
Designer-Amphetamin Methylendioxyethylamphetamin (MDE)
Designer-Amphetamin Methylendioxymethamphetamin (MDMA)

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